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Essen und schlafen

„Nach dem Essen sollst du ruh’n“ heißt es, was man als Rat zu einem Nickerchen nach dem Mittagessen auffassen mag. In vielen südlich gelegenen Ländern gehört ein Mittagsschlaf sogar zur täglichen Routine.
Aber wie kommt es dann eigentlich, dass man so schlecht in der Nacht schläft, wenn man abends gegessen hat?

Wir gehen diesem Rätsel nach und decken weitere, wissenswerte Zusammenhänge zwischen Schlaf und Essen auf.

 

Essen und schlafen
Beides ist elementar wichtig und eng miteinander verbunden.
Schlaf lässt den Körper optimalerweise entspannen und neue Energie tanken. Das gelingt nicht, wenn der er die halbe Nacht damit beschäftigt ist, zugeführte Nahrung zu verarbeiten.
Normalerweise nutzt der Körper die Zeit des Schlafes, um Eiweißstoffe abzubauen und den Körper zu regenerieren. Ist er dagegen mit der Verdauung beschäftigt, werden die Organe ungewohnt belastet. Es kann zu Schlafstörungen kommen.

Um fest durchzuschlafen, empfiehlt es sich, spätestens vier Stunden bevor man sich ins Bett begibt, nur noch mit Bedacht zu essen und zu trinken. Und ca. zwei Stunden bevor man schlafen geht, isst man am besten nichts mehr.

Nach abendlichem Sport sollten dem Körper gesunde Lebensmittel zugeführt werden, sodass er die verlorene Energie regeneriert und nicht unruhig wird.

Bei dem Bestreben, gut zu schlafen, spielt der Kalorienbedarf eine besondere Rolle. Dieser ist natürlich nicht stündlich gleich, sondern abhängig davon, wie viel wir uns bewegen oder wie sehr wir uns mental konzentrieren müssen. Entsprechend ist der Energiebedarf am Morgen und über den Tag verteilt höher, als in der Nacht.

Hungrig sollte man jedoch auch nicht zu Bett gehen, da uns das Hungergefühl wach hält. Hier bedarf genauerer Betrachtung, was genau man zu sich nimmt.

 

Essen vor dem Schlafen - aber was?
Eine schlechte Nachricht voraus: Chips und Wein sollte man sich zwecks eines guten Nachtschlafes eher verkneifen. Denn fettige Speisen, einfache Kohlenhydrate (wie zB. vermehrt in Kartoffeln oder Weißbrot enthalten, aber auch in Süßigkeiten) und Alkohol wirken sich schlecht auf den Schlaf aus.
Salzige Lebensmittel sollte man möglichst meiden, da sie es erforderlich machen mehr zu trinken, wodurch man häufiger die Toilette aufsuchen muss.
Wer den Film "
Louis und seine außerirdischen Kohlköpfe" mit Louis De Funes kennt weiß, dass Kohl und auch Hülsenfrüchte, wie Bohnen und Linsen für Unruhe sorgen können, unter anderem im Bauch. Entsprechend sollte man auf dieses an sich gesunde Gemüse zumindest am Abend verzichten.

Für ein schlafförderndes Abendessen empfehlen sich leicht verdauliche Lebensmittel, komplexe Kohlenhydrate, die zum Beispiel in Vollkornreis oder Vollkornnudeln enthalten sind und fettarmes Fleisch oder fettarmen Fisch. Leicht zu verdauen ist unter anderem gekochtes Gemüse, Aprikosen und – immerhin – Popkorn.

Wie man sich denken kann, sind koffeinhaltige Getränke dem Schlaf nicht förderlich.
Von alkoholischen Getränken könnte man hingegen meinen, sie begünstigen das schnellere Einschlafen und somit den besseren Schlaf. Tatsächlich „treibt“ Alkohol aber, das heißt der Körper bemüht sich schnellstens darum, diesen Giftstoff loszuwerden. In der Folge wird man aus dem Schlaf gerissen, um auf die Toilette zu gehen.

Auch heißt es, dass zu viel Alkohol für wirre Träume, vermehrtes Reden im Schlaf und Schnarchen sorgen solle. Ob dies stimmt, sei dahin gestellt. Zumindest werden Sie aus Erfahrung bestätigen können, dass man sich seinem Ziel, morgens gut erholt und ausgeschlafen zu sein, nicht dadurch nähert, indem man eine Menge an Alkohol zu sich nimmt, die man als „zu viel“ bezeichnen kann. Bei einem oder zwei Gläsern sollte man es demnach maximal bewenden lassen.


 


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