Schritt für Schritt vom Schlauch zum Wasserbett
Bereits vor ungefähr 3000 Jahren haben sich die Perser eine Art Wasserbetten gebaut, in dem sie Schläuche aus Tierhäuten mit Wasser füllten, um auf ihnen die Nächte zu verbringen. Tagsüber lagerten die gefüllten Schläuche in der Sonne, um ihren Inhalt für die Nacht vorzuwärmen. Auch die alten Griechen und Römer schworen auf diese Form des schwebenden Schlafens. Möglicherweise aus purer Bequemlichkeit, weil niemand allzu große Lust verspürte, sein Bett ständig rein und raus zu schleppen, geriet diese Form des Schlaf-Untergrundes jedoch immer mehr in Vergessenheit. Vorläufer der heutigen Matratzen waren dicke Decken oder zur Nacht einfach abgedecktes Stroh. Je nachdem wie reich eine Familie war und was sie sich leisten konnte, um möglichst bequem zu schlafen.
Bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde von dem britischen Arzt Dr. William Hooper der Grundstein für die heutige Wasser-Matratze gelegt. Ursprünglich diente diese patentierte Erfindung der Linderung von Leiden, wie beispielsweise dem Wundliegen, sowie bei Rücken- oder Gelenks-Problemen und für Patienten mit Verbrennungen. Ein viertel Jahrhundert später war es der Amerikaner Charles Hall, der zur Herstellung von Wasserbett-Matratzen erstmals Vinyl einsetzte und damit der Entwicklung erneut enormen Vorschub leistete. Mittlerweile ist das Wasserbett auch bei gesunden Menschen längst nicht mehr aus der Schlaf- und Möbel-Welt wegzudenken.
Im Laufe der Jahrtausende hat sich nicht nur die Wasser-Matratze, sondern natürlich auch die Beheizbarkeit weiterentwickelt. Heutzutage werden Wasserbetten angeboten, die es an keinerlei Komfort mehr missen lassen. Bettgestelle und Sockel sind ebenso frei wählbar, wie die Wasser-Matratzen selbst und entsprechende Heizungen. Die Größen sind genauso variabel und dem jeweils verfügbaren Platz unkompliziert anzupassen. Diverse Pflegemittel, wie Vinylpflege und Reiniger für die Auflage, sowie Conditioner gehören ebenso zum Angebot. Der Conditioner wird in das Wasser gegeben, um die Bildung von Schimmel, Algen oder unerwünschten Bakterien zu verhindern. Dies ist wichtig, da das Wasser in den Matratzen üblicherweise nicht ausgetauscht wird.
All dieses Zubehör lässt im ersten Moment vielleicht einen höheren Aufwand vermuten, als es in der Praxis tatsächlich der Fall ist. Denn jede Matratze muss regelmäßig gereinigt werden, wenn sie hygienisch bleiben soll. Ein Wasserbett verursacht keinesfalls einen höheren Pflegeaufwand, als jede andere x-beliebige Schlafunterlage. Auch Matratzen-Auflagen, einfache Laken und Spannbetttücher sind in allen denkbaren Materialien, Größen und Farben selbstverständlich und für jedes Wasserbett zu bekommen. Das Spannbetttuch wird ebenso einfach aufgezogen, wie bei jedem anderen Bett. Das einzige Problem, was sich stellen könnte, ist das Gewicht des Bettes: Gerade in Altbauten sollte vor der Anschaffung Rücksprache mit dem Vermieter oder einem Statiker gehalten werden. Denn ein Wasserbett wiegt durch seine Befüllung üblicherweise deutlich mehr, als ein klassisches Bett.
Der Komfort eines Wasserbettes kann durch nichts gesteigert werden. Die flexible Anpassung an jede Bewegung und Körperhaltung sorgt für erholsamen Schlaf und bietet dem Körper, insbesondere auch in der Schwangerschaft, die bestmögliche Liegefläche. Gerade im Becken- und Schulterbereich kann das für ein gutes Schlafgefühl von entscheidender Bedeutung sein. Die Blutzirkulation findet ungehindert statt und die integrierte Heizung sorgt jederzeit für eine angenehme Temperatur des Wasserbetts. Doppelbetten sind mit Einzelkammern zu bekommen, damit sich Paare des Nachts nicht unnötig stören und jeder auf seine ureigene Schlaf-Weise Ruhe und Entspannung findet. Unterschiedliche Härtegrade sorgen zudem dafür, dass ein Wasserbett immer genau über die Härte verfügt, die der Schlafende als am angenehmsten empfindet. Wer einen so angenehmen Schlafkomfort genießt, wird jeden Morgen sagen können: Perfekt!
